AUSZEIT 5/2020: Veränderung – Finde deinen Weg

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Mit dem Herbst kommt wieder die Zeit der Stürme – ein guter Zeitpunkt um darüber nachzudenken, wohin uns die Stürme unseres Lebens treiben. Zwischen Veränderung und festem Halt, zwischen Kompass und Anker sind wir auf dem Weg, uns selbst zu finden. 

Ein fester Anker oder ein sicherer Hafen im Sturm können nicht hoch genug geschätzt werden. Nicht umsonst haben wir diese Bilder immer wieder gewählt, um die Themen dieser Heftausgabe quasi in Symbolen oder Metaphern auszudrücken. Jeder von uns hat in seinem Leben schon Zeiten durchgemacht, in denen genau dieses Aufeinandertreffen der beiden Seiten, der Veränderung und der Konstanten, spürbar und nicht selten schmerzhaft war. Zugespitzt haben wir uns sicher manches Mal gefragt, was denn überhaupt übrig bleibt, wenn alles zusammenbricht, sich in Luft auflöst, was unser bisheriges Leben ausgemacht hat. Und meistens haben wir die Antwort darauf gefunden, in uns selbst und in dem, was uns an innerem Kompass immer bleibt. Oder auch in den Menschen, die uns nahe sind und es auch bleiben werden, die uns an die Hand nehmen, uns auffangen und ermutigen, weiter zu gehen.

Veränderungen auf unserem Weg

In meinem eigenen Leben hat es sehr viel Veränderungen gegeben. Eine der prägendsten war das Ende der DDR vor 30 Jahren. Ich war jemand, der sich mit Überzeugung daran beteiligt hat, das damalige System besser zu machen – auch weil ich daran glaubte, dass das möglich war. Aber der ersten Euphorie folgte die Einsicht, dass eine Sackgasse eine Sackgasse bleibt, auch wenn man schöne Blumen an den Straßenrad pflanzt. Und dann hieß es sehr schnell Abschied nehmen, von allem was unser tägliches Leben damals ausgemacht hat, von vielem, an das man geglaubt, auf das man gehofft hat. Es galt, durch neue Türen zu gehen, an vielen Stellen quasi von vorn anzufangen. Es begann eine Zeit, in der man abends den Fernseher eingeschaltet hat, um zu erfahren, dass sich in den letzten 24 Stunden Dinge geändert haben, die man selbst vor nicht allzu langer Zeit als unveränderbar empfunden hatte. Die Entwurzelung war schmerzhaft, der eigene Kompass war ins Trudeln gekommen …

Zuhause sein

Das waren Zeiten, in denen einem schlagartig bewusst wurde, wie wichtig die Kraft war, die sich hinter den Begriffen wie „Zuhause“ und „Familie“ verbarg. Eine Kraft die einem gerade in solchen Momenten Halt bot, die Gelegenheit gab, all die Veränderungen zu begreifen und anzunehmen. Dreißig Jahre später habe ich nun meinen sechzigsten Geburtstag gefeiert, natürlich im Kreise der Familie, in der alten Heimat, in meinem sicheren Hafen sozusagen. Und meine Töchter haben beide eine kleine Rede gehalten, vom Lieben und Geliebtwerden, vom Hinfallen und Wiederaufstehen, von dem, was sich geändert hat und dem, was immer bleiben wird. Das war ein ergreifender Moment, wir haben uns dann mit Tränen in den Augen in den Armen gehalten und haben gespürt, dass die Ankerleine fest halten kann, auch wenn sie Tausende Kilometer lang ist. Und wir wussten, dass es so bleiben wird, egal, welche Veränderungen noch auf uns warten. Und das tun sie zweifellos …

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