ICH BIN – Auf dem Weg zu mir selbst

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Cover ICH BIN 1/2020

Ein ganzes Heft voller ICHs! Warum eigentlich ist dieses Thema so wichtig, warum füllt es so viele Buch- und Zeitschriftenseiten? Manchmal könnte man den Eindruck gewinnen, dass uns allen irgendwie unser ICH abhanden gekommen ist. Und mit dem Blick auf das Zeitschriftenregal im Kiosk scheint das vor allem ein Problem der Frauen zu sein.

Die Männer werden wie gewohnt zwischen perfekten Grillrezepten und abenteuerlichen Mountainbike-Touren abgeholt, während die Frauen verstärkt auf einen Selbstfindungstrip geschickt werden, irgendwo zwischen Yoga und Meditation, mit Fragebögen, Checklisten und Übungsanleitungen, wie sie es aus Mädchen-, Frauen- und TV-Magazinen gewohnt sind.

Die neue ICH BIN mit tollen Extras

Mag sein, dass es ganz real damit zu tun hat, dass man den Frauen per se eine höhere Empathiefähigkeit zuschreibt, ein höheres Maß an Emotionalität und eine stärkere Bereitschaft, das eigene ICH und den eigenen Weg viel offener und damit auch ergebnisoffener zu hinterfragen. Es mag auch eine Rolle spielen, dass der Lebensweg vieler Frauen stärker als bei Männern an einen Punkt kommt – Kinder aus dem Haus, Beziehungsstatus auf dem Prüfstand – an dem die Frage „Wer bin ich? Und was will ich eigentlich wirklich?“ mit Urgewalt über einen herfällt. Und das ist der Moment, an dem es nicht nur legitim, sondern eminent wichtig ist, das eigene ICH zu thematisieren, sich selbst in den Fokus zu rücken, seine Mitte zu finden, seine Träume zu reanimieren und zu Lebenszielen zu machen.

Dieses ICH hat nichts damit zu tun, einen Gegensatz zum WIR zu konstruieren, es ist nicht gleichzusetzen mit Narzissmus oder Egoismus. Ein starkes ICH kann mehr Wärme ausstrahlen und Liebe geben, als ein schwaches. Es kann für das Finden und Gehen des eigenen Weges mehr Kraft und Klarheit erzeugen, und es kann helfen, wirklich und nachhaltig glücklich zu sein – ohne andere dabei unglücklich zu machen.

Der Schritt dahin, seinem ICH zu folgen, kann manchmal sehr schwer fallen, und ich ziehe den Hut vor den vielen Frauen, die mit großem Mut und viel Kraft diesen Weg gegangen sind. Und ich wünsche denen, die ihn noch vor sich haben, alles Glück der Welt dabei. Übrigens, falls das hier auch ein Mann liest: Hey, willkommen! Und bitte weiterlesen…

Diese und viele weitere Themen lesen Sie in der ICH BIN 1/2020, die ab sofort an den Kiosken erhältlich ist. Die aktuelle Zeitschrift und ältere Ausgaben erhalten Sie auch online über www.heftkaufen.de oder in der großen E-Paper-Flatrate mit vielen weiteren Zeitschriften bei Readly.

Bildquellen

  • Cover ICH BIN 1/2020: © Auerbach Verlag